Von Hué nach Hoi An

Leider mussten wir das Melia Vinpearl Hotel in Hué schon am frühen Morgen verlassen, denn der Transfer nach Hoi An per Bus war mit einer längeren Sightseeingtour verbunden. Zunächst ging es zu einem Cham Tower, einem alten hinduistischen Backstein-Tempelturm des Champa-Königreichs, das über 1.000 Jahre lang in Zentralvietnam existierte. Diese Türme sind aus Backstein – für Norddeutsche ein sehr bekanntes Baumaterial.

Dann ging es weiter zum größten Friedhof in Vietnam. Wir hatten unterwegs schon einige Friedhöfe gesehen, aber dieser war wirklich sehr imposant. Für einen längeren Spaziergang war es zu heiß, aber für ein paar Grabmale reichte es. Der Friedhof wurde übrigens mit der Hilfe von Exilvietnamesen aus Florida und Australien aufgebaut.

Zur Erholung ging es anschließend an die Küste zu einer Lagune. Bei einem salzigen vietnamesischen Kaffee auf Eis ließen wir die menschenleere Küste auf uns wirken. Wie uns der Guide erklärte, gehen die Menschen erst abends an den Strand. Tagsüber ist es zu heiß!

Nun kam ein touristisches Highlight: der Wolkenpass. Das ist ein etwa 20–21 km langer Gebirgspass zwischen Huế und Đà Nẵng auf 500m Höhe. Oben sammeln sich oft Wolken, sodass man durch ein Meer aus Wolken fährt. Wir hatten Glück, die Sonnen schien und die Wolken waren weit entfernt.

Nach einer Lunchpause mit einem Banh Mi (Sandwich) folgte der letzte Programmpunkt: die Marmorberge. Sie bestehen aus fünf Kalkstein- und Marmorhügeln südlich von Đà Nẵng in Zentralvietnam und gehören zu den bekanntesten Natur- und Kultursehenswürdigkeiten. Wie uns der Guide erklärte, stehen jeweils eines für die fünf Elemente der vietnamesischen Philosophie: Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde. Es gibt verschiedene Tempel und Höhlen zu sehen. Nach der Besichtigung eines Marmor-Handwerksbetriebs erfolgte die Auffahrt mit einem Fahrstuhl (… zum Glück, da ich immer Muskelkater von 1000 Stufen in der Halongbucht hatte).

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