Hanoi (Tag 2 und 3)
Die Einreise nach Vietnam war mit viel Warterei verbunden. Die eigentliche Prozedur ging dann schnell, doch bevor es so weit war, durften wir ca. 1,5 h anstehen. Dann versuchten wir noch etwas Geld zu wechseln, doch Uwes Karte wollte kein Geld ausspucken. Also nahmen wir meine Karte, und schon waren wir um 2 Mio. Dong reicher. Endlich mal Millionär sein! Na gut, muss ja keiner wissen, dass es umgerechnet nur 63 EUR sind.
Wir wurden am Flughafen abgeholt, und dann ging es auch schon durch die Rushhour Richtung Hanoi City. Kurz vor dem Hotel kamen wir an der Train Street vorbei. Wie praktisch, dass wir so zentral untergebracht sind. Kurz auf das kleine, aber komfortable Zimmer, und dann ging es einmal um den Block. Uih, was für ein Verkehr. Gut, dass ich vorher gelesen hatte, wie man in Vietnam die Straße überquert.




In der Train Street war nicht viel los, auch kein Zug war in Sicht. Deshalb ging es gleich weiter in die benachbarte Foodgasse, wo wir bei einem Tiger Bier Frühlingsrollen, Krabbenchips und einen Mangosalat zu uns nahmen. Das ganze für 300.000 Dong, etwas über 10 EUR für 2 Personen.


Nach einer sehr warmen Nacht im Soleil Boutique Hotel genossen wir das umfangreiche Frühstück mit diversen warmen Speisen, Eiern auf Bestellung, frischem Obst, Müsli, Brot und Aufschnitt. Dann warteten wir auf die Abholung zu unserer Foodtour, aber nichts passierte. Ja, man sollte doch die 22-seitige Reisebeschreibung auswendig lernen, denn die Foodtour ist erst für übermorgen im Programm. Ein Glück, denn wir hatten ausgiebig gefrühstückt.
Also ging es zu Fuß zunächst zur Marktstraße und dann zu den Handwerkergassen in der Altstadt. Hier gab es viele kleine Geschäfte und Werkstätten mit unterschiedlichen Produkten: Metallbauer, Tischler, Spielwaren, Lampions, Nähzubehör. Wobei jede Branche eine Straße für sich hatte. Nach einer Weile kamen wir an den Hoan-Kiem-See, wo wir erstmal durstig in einem Café einkehrten und eine Trink-Kokosnuss bestellten. Anschließend machte ich eine Runde um den See, während Uwe sich im Café von dem Laufen erholte.





Der See ist nicht sehr groß, aber einer der bekanntesten in Hanoi, wo es immerhin über 1000 Seen gibt. Auf meinem Weg konnte ich nicht nur verschiedenes Labcaches finden, sondern auch Gebäude und Denkmäler aus unterschiedlichen Epochen bewundern.




Nach einer Pause im Hotel ging es erneut Richtung Altstadt. Als wir eine freie Rikscha sahen, hielten wir sie an und weiter ging es ganz bequem per Drahtesel. Wenigstens für uns – der arme Rikschafahrer musste ganz schön in die Pedale treten. Erneut umrundeten wir den See, und fuhren in die Altstadt, wobei wir vor allem den chaotischen Verkehr kennenlernten. Am Ende hat man sich echt gefreut, dass man dieses Abenteuer überlebt hat.




Nach der Rikschafahrt buchten wir spontan noch eine einstündige Stadtrundfahrt, die uns zu weiteren Plätzen in Hanoi führte. So sahen wir u.a. das Parlament, den Sitz den Präsidenten, weiter Seen, ein Lenin-Denkmal (Geschenk aus der Sowjetunion), weitere Seen, die Oper aus der Kolonialzeit und vieles anderes. Leider mussten wir unseren Platz oben in dem Doppeldeckerbus nach der Hälfte der Zeit räumen, weil ein kräftiges Gewitter runterging.




Nach einem Essen in der Foodgasse hieß es dann nur noch „Beine hoch“.