Hanoi (4. Tag) und Nachtzug nach Hué
Heute sollte der Foodwalk stattfinden. Um 9:00 Uhr wurden wir von Henry abgeholt und los ging‘s. Zunächst zur Train Street, wo es einen Egg Coffee gab: unten Kondensmilch, dann Kaffee und oben ein aufgeschäumtes Ei. Sehr lecker, aber auch sehr gehaltvoll. Und dann kam tatsächlich ein Zug, der wirklich dicht an den Menschen vorbeifährt. Anschließend ging es zu diversen Straßenfoodständen, wo wir verschiedene vietnamesische Speisen kosteten: Sandwich Banh me, Fleisch in einem weißen wabbeligen Teig, den man wie einen Crêpe zubereitet, eine Hühnerbrühe, Nudeln mit Fleisch und Gemüse und ein Dessert mit Reis und Honig. Alles wurde in kleinen Straßenläden zubereitet und gegessen.
Nach der Tour ging es zurück ins Hotel. Das Zimmer hatten wir zum Glück am Abend vorher für rund 30 Euro bis zur Abholung zum Bahnhof verlängert. Am Nachmittag gibt’s noch eine Kleinigkeit zu essen, dann mache ich noch einen Spaziergang zum Hotel Hilton, dem ehemaligen Gefängnis. Das Gefängnis wurde 1896 von den Franzosen erbaut. Dort waren nicht nur vietnamesische Revolutionäre inhaftiert, sondern auch abgeschossene amerikanische Piloten, die den Bau während des Vietnamkriegs den Namen Hilton Hotel gaben. Heute ist der noch erhaltene Rest der Gefängnisanlage ein wichtiges Museum für die Geschichte des Landes.


Am Abend wurden wir vom Hotel Soleil Boutique abgeholt und mit einem Transfer zum Bahnhof gebracht. Dort war es etwas chaotisch, das richtige Gleis zu finden, aber schlussendlich standen wir vor dem Zug, der uns nach Hué bringen sollte. Wir fanden auch rasch unser Abteil und unsere Betten sowie ein paar Snacks. Die Nacht war relativ unruhig, da der Zug sehr laut war und oft hielt. Aber irgendwann war auch diese Nacht zu Ende und wir erreichten Hué, wo uns bereits wieder ein Fahrer erwartete, der uns zu unserem Fünfsternehotel brachte. Dort mussten wir etwas warten, bis das Zimmer fertig war. Doch dann konnten wir im 14. Stock ein grandioses Doppelzimmer beziehen und den Blick auf die Stadt genießen.


